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Gelebter Glaube, Gemeinschaft und Tradition: Die Passionsspiele Thiersee 2011

20. Mai 2011
Thiersee
Mit Neuerungen in der Inszenierung und noch gemeinschaftlichem Engagement startet Thiersee am 29. Mai 2011 in die Passionsspielsaison. Bis Oktober werden an 30 Spieltagen rund 18.000 Besucher im Passionsspielhaus am Ufer des Thiersees erwartet.

Traditionell verschreibt sich das gesamte Thierseetal an der tirolerisch-bayrischen Grenze alle sechs Jahre den ganzen Sommer über dem geistlichen Mysterienspiel. Auch nach über 200 Jahren Passionsspiele Thiersee haben diese nichts an ihrer Aktualität und Wirkung verloren. Heuer engagieren sich wieder über 250 Thierseer und Thierseerinnen aller Altersgruppen als Darsteller und Musiker und haben dafür über 50 Probeeinheiten absolviert. Sie und alle im Hintergrund engagierten Einwohner der 2.800-Seelen-Gemeinde fiebern nun der Premiere am 29. Mai 2011 entgegen.

Judas-Rolle und Schluss überarbeitet

Die erwarteten 18.000 Besucher dürfen sich auf eine leidenschaftliche Darstellung und einige Neuerungen in der Inszenierung freuen: Diethmar Straßer, künstlerischer Betriebsdirektor an der Volksoper Wien und bereits zum zweiten Mal Regisseur der Passionsspiele Thiersee, schärft im diesjährigen Spiel die Rolle des Judas, die weit über das übliche Klischeebild des Verräters hinausgeht: „Judas kann auch als politischer Mensch, der einen Umsturz erreichen will, betrachtet werden.“ Auch die Schlussszene der Passion wurde neu inszeniert: „Wir bringen den auferstandenen Jesus nicht mehr auf die Bühne. Das Publikum soll mit dem Bewusstsein, dass Glauben ohne zu sehen möglich ist, aus dem Passionsspiel hinausgehen“, erläutert Regisseur Diethmar Straßer. Verändert und adaptiert werden darüber hinaus auch die Bühnenbilder einiger Szenen.

Passionsspieler mit Tradition

Der Judas wird 2011 erstmals von Klaus Mairhofer dargestellt, die Rolle des Jesus wie bereits 2005 mit Josef Graßhoff und Martin Sieberer doppelt besetzt. Schon seit Ende Juli letzten Jahres proben sie und alle weiteren Darsteller sowie der Chor und die Musikkapelle, um ihr Publikum mit ihrer Darbietung zu begeistern. Dass sie dafür sowohl ihre gesamte Freizeit als auch den sommerlichen Urlaub opfern, ist für die Passionsspieler eine Frage der Tradition und der Gemeinschaft. Generationen von Thierseern haben schließlich bereits seit dessen Anfängen im 18. Jahrhundert am Mysterienspiel mitgewirkt.

Aktive Dorfgemeinschaft

Dass dieses Festhalten an einer alten Tradition alles andere als Stillstand bedeutet, wird sowohl in der Inszenierung als auch im sich darum entwickelnden Gesellschaftsleben sichtbar. So diskutieren die Thierseer und Thierseerinnen etwa nach der Probe auf der Facebook-Seite „Passionsspiele Thiersee 2011“: Über die Wirkung der neuen Schlussszene, über die Vorfreude auf die Premiere am 29. Mai und ob die Botschaft der diesjährigen Aufführung beim Publikum ankommen wird.

In mehr Komfort investiert

Das Zuschauerinteresse im Vorfeld ist jedenfalls bereits sehr groß, fast die Hälfte der verfügbaren Plätze wurde schon im Vorverkauf belegt. Das Publikum erfreut sich heuer auch an einem Mehr an Komfort: Der Passionsspielverein erweiterte die Beleuchtungsanlage und kann so einige Szenen noch stimmungsvoller darstellen. Zudem investiert er in moderne Sanitäranlagen und eine neue, bequemere Bestuhlung, beschreibt Vereinsobmann Hans Kröll: „Die Sessel wurden um 5 cm breiter, Rückenlehne und Sitz gepolstert. Außerdem sorgt der neue Stufenaufbau für mehr Beinfreiheit auf allen Sitzplätzen.“

Aktuell finden die letzten Proben auf der großen Bühne im Passionsspielhaus statt, um dort das Publikum ab 29. Mai 2011 mit einer perfekt einstudierten Darbietung zu begeistern. Vorverkaufskarten für alle Aufführungen sind beim Passionsspielverein Thiersee unter +43 (0)5376/5220 oder tageskassepassionsspiele-thiersee.at 
sowie beim Ferienland Kufstein unter +43 (0)5372/62207 oder infokufstein.com erhältlich.

Passionsspiele 2011 – Eckdaten

 

  • Christliches und geistliches Drama um das Leiden und Sterben Jesus Christus
  • Im Passionsspielhaus, direkt am malerischen Thiersee
  • 250 Darsteller, viele Musiker und Helfer
  • über 50 Probeeinheiten
  • getragen vom Passionsspiel-Verein
  • Regie führt Diethmar Strasser
  • Premiere am 29. Mai (30 Spieltage bis Ende Oktober)
  • Erstmals wird der auferstandene Jesus am Ende nicht auf die Bühne gebracht, um die Botschaft zu überbringen, dass der Glaube auch ohne zu sehen möglich ist
  • Judas wird nicht nur als Verräter dargestellt, sondern als politischer Mensch
  • 18.000 Zuschauer werden erwartet

Pressekontakt

ofp.kommunikation

Manuela Leitner

Salurner Str. 22
A-6330 Kufstein
T: +43.5372.214 94-93

presseofp-kommunikation.at
www.ofp-kommunikation.at

Downloads

Voller Einsatz für das Passionsspiel

Regieassistent Konrad Sieberer, Jesus-Darsteller Josef Graßhoff, Maria-Darstellerin Maria Mairhofer, Regisseur Diethmar Straßer, Jesus-Darsteller Martin Sieberer und Passionsspielvereinsobmann Johann Kröll (v.l.)

Fotonachweis: ofp.kommunikation (honorarfrei)

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Kreuzigungsszene

Eine stimmungsvolle Darbietung dürfen sich die Zuschauer bei der Premiere am 29. Mai (und bei 30 Aufführungen bis Oktober) erwarten.

Fotonachweis: Foto Karg (honorarfrei)

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Abendmahl-Szene

Die Botschaft ans Publikum: "Nehmet und esset alle davon - das ist mein Leib, für euch gegeben."

Fotonachweis: Foto Karg (honorarfrei)

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Passionsspiele-Sponsoring

Tiroler Versicherung-Vorstand Mag. Franz Mair (rechts, mit Vereinsobmann Hans Kröll) unterstützt gelebte ländliche Gemeinschaft und Tradition gerne.

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Regisseur Diethmar Straßer

Mit seiner Inszenierung der Passionsgeschichte will der Regisseur die Menschen berühren und zum Nachdenken anregen.

Fotonachweis: ofp.kommunikation (honorarfrei)

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Einer von zwei Jesus-Darstellern

Martin Sieberer (im Bild) wird bei der diesjährigen Premiere den Jesus darstellen, danach wechselt er sich mit Josef Graßhoff ab.

Fotonachweis: Foto Karg (honorarfrei)

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Bergpredigt

Das ganze Thierseer Volk steht bei großen Szenen auf der Bühne.

Fotonachweis: Foto Karg (honorarfrei)

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